Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine der wichtigsten Absicherungen in Ihrem Leben

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist bekanntermaßen neben der Haftpflichtversicherung die wichtigste Absicherung überhaupt. Zumindest in diesem Punkt sind sich alle Experten einig.

Wichtig für Studenten ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.​", schreibt die Verbraucherzentrale (https://www.verbraucherzentrale.de/Versicherungen-fuer-Studenten-Die-unerlaesslichen-Policen, Stand 25.08.2016).
Obwohl statistisch jeder vierte Arbeitnehmer lange vor der normalen Altersrente erwerbsgemindert wird, verfügen nur erschreckend wenige über eine Absicherung für den Ernstfall.“ schreibt noch einmal die Verbraucherzentrale (https://www.verbraucherzentrale.de/Berufsunfaehigkeit-verkannte-Gefahr, Stand 25.08.2016).
Aber nur die Berufsunfähigkeitspolice bietet einen angemessenen Schutz für Menschen, die nicht mehr arbeiten können.", sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV).
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist an sich auch unverzichtbar beim Arbeitnehmer, denn letztlich ist das Arbeitseinkommen der Motor für die eigene Ökonomie, für das eigene Geld, das man ausgeben kann.“ sagt Axel Kleinlein, Vorstandsvorsitzender vom Bund der Versicherten (BdV).
Am besten schon in der Ausbildung oder im Studium​", sagt Lena Kamprolf von der Zeitschrift „Finanztest“.


Was ist der größte finanzielle Wert, den Sie besitzen?

Ist es Ihr Auto? Wie viel ist es wert? 10.000 Euro? 20.000 Euro? 40.000 Euro?

Natürlich haben Sie es versichert, womöglich sogar mit einer Vollkaskoversicherung.

Ist Ihr Hausrat Ihr größter Besitz?

Zu Ihrem Hausrat zählen immerhin Ihre teuren Massivholzmöbel, Ihr 65-Zoll-Flachbildfernseher, Ihr MacBook, Ihr teures Fahrrad, etc..

Was ist Ihr Hausrat wert?

40.000 Euro? 50.000 Euro? 60.000 Euro? Vermutlich ist auch Ihr Hausrat versichert.

Oder sind Sie Hauseigentümer?

Immobilienpreise haben in den letzten Jahren stark angezogen.

Wie viel ist Ihre Immobilie wert? 400.000 Euro? 500.000 Euro? 600.000 Euro?

Natürlich haben Sie eine Wohngebäudeversicherung.

Was ist aber nun Ihr größter finanzieller Wert?

Es ist Ihre Arbeitskraft.

Ein Hochschulabsolvent steigt je nach Bereich mit 40.000 Euro bis 60.000 Euro brutto/Jahr ein. Bei einer durchschnittlichen Gehaltssteigerung von 2% pro Jahr und noch etwa 40 Jahren Berufstätigkeit liegt der Wert der Arbeitskraft bei etwa 2,4 bis 3,6 Millionen Euro!

Weshalb sollten Sie also Ihre Arbeitskraft nicht versichern?

Es gibt keinen vernünftigen Grund. An Ihrer Arbeitskraft hängt Alles. Ohne Einkommen können Sie Ihre Ziele nicht erreichen. Sie müssen auf das schicke Auto verzichten, auf den Urlaub am Meer und auf Ihr Haus mit Garten. Kurz gesagt, Sie können sich und Ihrer Familie nicht mehr das bieten, was Sie verdienen.

Natürlich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet Geld und das nicht wenig.

Aber wollen Sie dieses große Risiko wirklich tragen? Sollen Ihre Kinder dieses Risiko mit Ihnen tragen?

Statistisch wird jeder Vierte berufsunfähig. Bei körperlich tätigen Menschen sogar jeder Dritte. Bei akademischen Berufen trifft es nahezu jeden Fünften. Das Risiko ist so groß, dass Sie sich auch absichern sollten, wenn Sie über finanzielle Rücklagen verfügen. Wahrscheinlich ist, dass diese Rücklagen ohnehin nicht ausreichen werden, denn wenn die Berufsunfähigkeit länger besteht, benötigen Sie sehr große Summen, um den Einkommensverlust auszugleichen.

Aber selbst wenn Sie geerbt haben und über wirklich große Rücklagen verfügen.

Wollen Sie diese wirklich aufzehren müssen oder nicht lieber Ihren Kinden Etwas hinterlassen?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer sinnvoll und gilt nicht ohne Grund neben der Haftpflichtversicherung als wichtigste Versicherung überhaupt.

Nehmen Sie Ihre Zukunft in die Hand, und das am besten noch heute.

43 Prozent der heute 20-jährigen Männer und 38 Prozent der heutigen Frauen werden statistisch bis sie 65 Jahre sind einmal berufsunfähig (Quelle: statista - Das Statistik Portal)!

Über 2 Mio. Menschen in Deutschland sind erwerbs- bzw. berufsunfähig. Jährlich kommen 280.000 weitere Fälle hinzu.

In jungen Jahren betrachtet man sich häufig fälschlicherweise als kerngesund. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Die allermeisten Studenten blicken bereits auf Arztbesuche zurück, die bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung angegeben werden müssen. Und nicht nur schwerwiegende Diagnosen haben dann auf den Versicherungsschutz eine Auswirkung. Auch vermeintlich belanglose Diagnosen können schnell zu Beitragszuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.

Einige Studenten leiden bereits in jungen Jahren an schwerwiegenden Erkrankungen, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung sogar unmöglich machen. Dazu gehören unter anderem Diabetes, Multiple Sklerose oder psychische Erkrankungen. Da die meisten Menschen aber nicht gern über ihre Krankheiten sprechen beziehungsweise diese offen kundtun, verkennt man als Student leicht diese Gefahren.

Für den Fall, dass Ihnen als Student oder Berufsanfänger etwas zustößt und Sie Ihre Arbeitskraft verlieren, sollten Sie sich nicht auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente verlassen.

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt im Falle einer Berufsunfähigkeit nur eine geringe Erwerbsminderungsrente. Für Menschen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente faktisch abgeschafft und durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt.

Die Hürden zum Erhalt einer Erwerbsminderungsrente sind sehr hoch. Laut Statistik werden über 40 Prozent der Anträge abgelehnt. Um eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten, müssen zum einen versicherungsrechtliche, zum anderen medizinische Voraussetzungen erfüllt sein.


Als Student oder Berufsanfänger haben Sie zudem die Voraussetzungen für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ​in der Regel ​nicht erfüllt. Denn ​Bedingung für den Erhalt einer Erwerbsminderungsrente ist zunächst, dass man mindestens fünf Jahre lang in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert gewesen sein muss, bevor die Erwerbsminderung eingetreten ist. In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt sein.

Des Weiteren gibt es natürlich medizinische Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, um eine Leistung über die zweistufige Erwerbsminderungsrente zu erhalten. Geprüft wird zunächst, ob die Arbeitsfähigkeit des Antragstellers durch medizinische oder berufliche Reha-Maßnahmen doch wieder ganz oder teilweise hergestellt werden kann. Ist es nicht möglich, durch eine Rehabilitations-Maßnahme die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, wird geprüft, in welchem zeitlichen Umfang der Antragsteller noch arbeiten kann. Davon ausgehend wird dann festgestellt, ob eine Rente wegen voller oder wegen teilweiser Erwerbsminderung in Frage kommt.

Erst wenn Sie wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr mindestens drei Stunden täglich arbeiten können, und zwar in irgendeiner Tätigkeit, ist die medizinische Voraussetzung für die volle Erwerbsminderungsrente erfüllt. Für die halbe Erwerbsminderungsrente gilt die gleiche Regelung mit mindestens sechs Stunden täglich. Welcher Beruf ​zuvor ausgeübt wurde und wie hoch die erreichte berufliche Qualifikation ist, ist​ unerheblich. Somit können Sie als Akademiker auch auf eine ungelernte Tätigkeit verwiesen werden.

Erwerbsminderungsrenten werden in der Regel nur für einen bestimmten Zeitraum bewilligt. Nur wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt werden kann, und wenn jemand unter drei Stunden täglich arbeitsfähig ist, kann die Rente unbefristet bewilligt werden. Der Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente besteht nur, solange die Erwerbsminderung besteht. Das bedeutet, dass die Erwerbsminderungsrente wieder entzogen werden kann, sobald sich der Gesundheitszustand bessert.

Für die volle Erwerbsminderungsrente können Sie sich an folgenden Tabellen orientieren. Die Werte vermindern sich bei einem Rentenbeginn vor Vollendung des 65.Lebensjahres um 0,3% pro Monat und maximal um 10,8%.

Ein Versicherter mit ...
Versicherungsjahren
hat Anspruch auf die
genannte
Monatsrente
(inkl.Zurechnungszeit)

​bei einem Verdienst von 2033,33 Euro

​bei einem Verdienst von 2904,75 Euro

​bei einem Verdienst von 3776, 18 Euro

25

500,68 Euro / 461,83 Euro

715,25 Euro / 659,75 Euro

929,83 Euro / 857,68 Euro

​30

​600,81 Euro / 554,19 Euro

​858,30 Euro / 791,70 Euro

​1115,79 Euro / 1029,21 Euro

35

​700,95 Euro / 646,56 Euro

​1001,35 Euro / 923,65 Euro

​1301,6 Euro / 1200,75 Euro

40

​801,08 Euro / 738,92 Euro

1144,40 Euro / 1055,60 Euro

​1487,72 Euro / 1372,28 Euro

45

​901,22 Euro / 831,29 Euro

​1287,45 Euro / 1187,55 Euro

​1673,69 Euro / 1543,82 Euro

​Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund, jeweils alte und neue Bundesländer, Stand 30.06.2015

​Die Höhe der Erwerbsminderungsrente hängt mit dem Rentenanspruch zusammen, den man bisher erworben hat. Sie errechnet sich aus den persönlichen Entgeltpunkten des Versicherten, dem Rentenartfaktor und dem aktuellen Rentenwert. In der Renteninformation, die von der Deutschen Rentenversicherung jährlich verschickt wird, wird über die Höhe der EM-Rente informiert. Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ist übrigens halb so hoch wie die volle Erwerbsminderungsrente.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund

Zusammengefasst ist also die Höhe der Erwerbsminderungsrente bei weitem nicht ausreichend, um Ihren Lebensstandard zu halten. Aber es ist ohnehin sehr schwierig eine Leistung zu erhalten, sofern Sie überhaupt die Voraussetzungen dafür erfüllt haben. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist in jedem Fall dringend angeraten, denn ohne sie ist die Gefahr für Sie groß, selbst zum Sozialfall zu werden.

Natürlich spart man als Student aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten in der Regel, wo es nur geht. Fragen Sie sich jedoch einfach einmal selbst, ob die Absicherung existenzbedrohender Risiken wie der Verlust der eigenen Arbeitskraft diesem Spartrieb zum Opfer fallen sollte. Sicher unterstützen Sie auch Ihre Eltern lieber ein wenig jetzt bis zum Berufsstart, als deutlich stärker ein Leben lang.

Heute haben Sie womöglich „nur“ die Verantwortung für Ihr eigenes Leben. Sobald Sie eine Familie gründen, haben Sie auch die Verantwortung für Ihre Kinder und Ihren Partner beziehungsweise Ihre Partnerin. Wenn Sie Ihre eigene Zukunft weiter aufs Spiel setzen und mit Ihrer Absicherung noch warten, kann es passieren, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt keine Absicherung mehr erhalten.

Welche Zukunft können Sie Ihrer Familie dann noch bieten, wenn Ihr Einkommen durch eine Berufsunfähigkeit wegbricht?

Warum ist eine frühe Absicherung so wichtig?

Es sprechen mehrere gute Gründe für eine frühzeitige Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit. So kann eine Berufsunfähigkeit jeden treffen. Es gibt Berufe, bei denen das hohe Risiko einer Berufsunfähigkeit offensichtlich ist: z.B. bei Dachdeckern oder Fliesenlegern. Wer beispielsweise viel am Schreibtisch arbeitet, glaubt deshalb häufig, er könne gar nicht berufsunfähig werden. Dieser Glaube ist jedoch falsch, siehe hierzu auch ​folgenden Blog-Beitrag ...

Die Deutsche Rentenversicherung Bund gibt an, dass jeder vierte Arbeitnehmer frühzeitig berufs- oder erwerbsgemindert wird. Ursachen sind häufig Erkrankungen des Skeletts oder der Muskulatur, sowie Herz- und Kreislauferkrankungen. Auch psychische Erkrankungen sind zunehmend Auslöser für eine Berufsunfähigkeit.


​Natürlich steigt die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden mit Ihrem Alter an. Allerdings ist das keine Garantie dafür, dass nicht bereits in jungen Jahren eine Berufsunfähigkeit eintritt. Die Auswirkungen wären dann umso gravierender, denn wovon wollen Sie Kapital aufbauen, wenn Sie gar nicht erst ins Berufsleben einsteigen können?

Nur die private Berufsunfähigkeitsversicherung kann Ihnen einen ​hochwertigen und umfassenden Versicherungsschutz bieten.


​Die private Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt in der Regel dann eine Rente, wenn die versicherte Person zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig ist, sprich sie ihren aktuellen Beruf nicht mehr voll ausüben kann. Neuere Tarife leisten sogar ( optional ), wenn diese 50 Prozent nicht erfüllt sind, aber eine Arbeitsunfähigkeit ( Krankschreibung ) für einen Zeitraum von sechs Monaten vorliegt.

Die Höhe der versicherten Rente wird innerhalb vom Anbieter definierter Grenzen bei Vertragsabschluss vom Versicherungsnehmer festgelegt. Die maximal versicherbare Rentenhöhe ist abhängig vom Einkommen der zu versichernden Person. Je nach Anbieter beträgt sie beispielsweise 70 Prozent vom Bruttoeinkommen oder 100 Prozent des Nettoeinkommens.

Doch wann liegt eigentlich Berufsunfähigkeit vor?

Die deutschen Lebensversicherungsunternehmen verwenden überwiegend folgende Definition von Berufsunfähigkeit:

„Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außer Stande ist, ihren Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.“


Eine ( abstrakte ) Verweisung auf theoretisch mögliche andere Tätigkeiten findet bei der Masse der heutigen Tarife nicht mehr statt.

Die versicherte Person kann ihren bisherigen Beruf zudem sogar weiterhin ausüben, sofern Sie dies möchte und ihr Gesundheitszustand dies zulässt. Je nach Anbieter können so bei Berufsunfähigkeit theoretisch immer noch bis zu 80 Prozent des bisherigen Einkommens verdient werden, ohne dass deshalb die Rentenleistung reduziert oder gestrichen wird.

Und wie berechnet sich der Versicherungsbeitrag?

Der hohe Wert Ihrer Arbeitskraft und die hohe Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden, spiegelt sich auch in der für die Berufsunfähigkeitsversicherung zu zahlenden Prämie wider. Wie hoch diese letztlich ausfällt, ​haben Sie selbst in einem gewissen Umfang in der Hand, denn der Versicherungsbeitrag ist ​abhängig von folgenden Faktoren:

  • ​Eintrittsalter,
  • ​Beruf,
  • ​gewünschte Rentenhöhe,
  • Gesundheitszustand,
  • Freizeitaktivitäten,
  • Versicherungsdauer und
  • gewünschten Zusatzversicherungen (z.B. Risikolebensversicherung oder Pflegezusatzversicherung).

​Die Höhe Ihrer Versicherungsprämie hängt unter anderem direkt von Ihrem Alter bei Vertragsabschluss ab. Je älter Sie zu diesem Zeitpunkt sind, umso höher fällt auch der Beitrag aus, den Sie für den Rest der Vertragslaufzeit zu leisten haben. Eine frühzeitige Absicherung schafft Ihnen also nicht nur Versicherungsschutz, sondern spart Ihnen auch Geld. Vom Standpunkt einer existenziell notwendigen Absicherung und dem dazu finanziell zu leistenden Aufwand macht es also keinen Sinn mit dem Versicherungsschutz noch länger zu warten.

Ein weiterer Punkt, der sich direkt auf die Höhe Ihres Versicherungsbeitrages auswirkt ist die Berufsgruppe. Abhängig von der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ausgeübten Tätigkeit weist Ihnen Ihr Versicherer eine bestimmte Berufsgruppe zu. Je schlechter diese Berufsgruppe ausfällt, umso höher ist wieder einmal Ihr Beitrag. Ein Chemiker oder Biologe, der Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen hat, erhält in der Regel beispielsweise eine schlechtere Berufsgruppe als ein Mathematiker. Als Student haben Sie allerdings Möglichkeiten bereits die günstigste Berufsgruppe zu bekommen und sich diese für die Zukunft zu sichern. Das bedeutet die günstigen Beiträge bleiben Ihnen erhalten, auch wenn Sie später in eine risikoreichere Tätigkeit wechseln beziehungsweise nach dem Studium Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen haben. Analoges gilt, wenn Sie nach dem Studium zum Beispiel als Unternehmensberater, Arzt oder Physiker arbeiten. Wegen dem hohen Stress, der Ausübung operativer Tätigkeiten oder einem Strahlenrisiko werden Sie bei einem Vertragsabschluss nach dem Studium oft in eine schlechtere Berufsgruppe eingegliedert.

Das wohl größte Argument für eine frühzeitige Absicherung ist Ihr Gesundheitszustand, denn dieser verschlechtert sich tendenziell mit steigendem Alter. Da Sie nicht wissen, wann der nächste Arztbesuch nötig wird, welche Diagnose oder welcher Verdacht gestellt wird, kann der logische Schluss nur heißen die nötigen Gesundheitsfragen so früh wie möglich zu beantworten und Versicherungsschutz zu erwerben. Denn einen Leistungsausschluss oder einen Beitragszuschlag kann es schneller geben, als Sie womöglich denken.

Wenn Sie nach einer durchgepaukten Nacht morgens mit Rückenschmerzen aufwachen und deshalb ein paar Sitzungen beim Physiotherapeuten in Anspruch nehmen, wird bei einer in der Folge abzuschließenden Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel erst einmal die Wirbelsäule vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Mitunter können Sie nach ein, zwei Jahren diesen Ausschluss überprüfen lassen. Wenn bis dahin dann nichts mehr gewesen ist, wird der Ausschluss im Idealfall wieder heraus genommen. Andernfalls kann der Ausschluss aber auch dauerhaft bestehen bleiben. Analoges gilt, wenn Sie stürzen oder Sie sich Ihr Knie verdrehen und den Meniskus einreißt. Dann wird zunächst das Knie vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Solltest Sie einmal Diagnosen wie Diabetes oder Multiple Sklerose gestellt bekommen, ist ein Versicherungsschutz in der Regel nicht mehr zu erhalten. Müssen Sie sich – vielleicht weil der Prüfungsstress zu groß geworden ist oder ein privater Schicksalsschlag zu verarbeiten ist – in psychologische Behandlung begeben, ist er zumindest auf Jahre hinaus in weite Ferne gerückt.

Weiteres Warten bedeutet also immer auch ein Risiko, aufgrund einer Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes oder auch nur wegen des Verdachts auf Vorliegen eines Krankheitsbildes, keinen Versicherungsschutz oder nur einen Versicherungsschutz zu schlechteren Konditionen zu erhalten.

Seien Sie also schlau und sichern Sie jetzt den existenziellen Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie profitieren so von günstigeren Beiträgen und idealerweise einem lückenlosen Versicherungsschutz.

Da von der Berufsunfähigkeitsversicherung Ihre finanzielle Existenz abhängt, sollten Sie sich nicht nur frühestmöglich um eine Versicherungsschutz bemühen, sondern darauf achten Alles richtig zu machen. Unwissentlich werden leider immer wieder entscheidende Fehler begangen, die den Versicherungsschutz zunichte machen können. Wenn dann zu den gesundheitlichen Einschränkungen, die mit einer Berufsunfähigkeit einhergehen, auch noch ein Rechtsstreit mit dem Versicherer käme, wäre sozusagen der GAU – der größte anzunehmende Unfall – komplett.

Ich helfe Ihnen dieses Szenario zu vermeiden, indem ich Ihnen Transparenz und Rechtssicherheit biete. Bei mir erhalten Sie alle relevanten Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Der Weg zum passenden Versicherungsschutz

Es ist ein Irrglaube, dass wir uns aussuchen können, wo wir uns versichern. Tatsächlich wählen die Versicherer aus, wen sie zu welchen Konditionen versichern möchten. Insbesondere in den Bereichen Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherung prüfen Versicherer dabei Ihre Angaben zur Krankengeschichte.

Wenn Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung interessieren, stelle ich passende Fragebögen zu Verfügung, auf denen Sie möglichst ausführliche Angaben zu Ihrer beruflichen Tätigkeit, zu relevanten Verletzungen, Erkrankungen und Freizeitaktivitäten machen können. Glauben Sie keinem Versicherungsvermittler, wenn er Ihnen erzählt, dass diese Angaben „nicht so wichtig“ wären. Vergleichbare Aussagen sind absolut unseriös.

Ich stelle für Sie aufwändige Risiko-Voranfragen, um bereits schriftlich im Vorfeld abzuklären, ob und zu welchen Konditionen Sie von welchem Versicherer versichert würden. Dies ist ein hochwertiger und dennoch für Sie kostenfreier Service! Ohne diese Risiko-Voranfrage macht ein Vergleich von infrage kommenden Versicherungstarifen keinen Sinn. Nur jemand, der sich den Aufwand einer Risiko-Voranfrage sparen und schnell Geld verdienen möchte, wird Ihnen direkt ein Angebot unterbreiten beziehungsweise Sie dazu drängen direkt einen Versicherungsantrag zu stellen.

Versicherer prüfen Ihre Angaben nicht im Rahmen der Antragsstellung, sondern erst im Leistungsfall. Machen Sie im Antrag falsche Angaben oder verschweigen Erkrankungen, Verletzungen oder Diagnosen, begehen Sie eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung. Hierauf und auf deren Konsequenzen wird in jedem Versicherungsantrag hingewiesen! Im schlimmsten Fall kann Ihr Versicherer leistungsfrei sein und den Vertrag aufheben.

Achten Sie auf hochwertige Versicherungsbedingungen

Außerdem sollten vor dem Abschluss unbedingt die Versicherungsbedingungen gecheckt werden: Gerade das Kleingedruckte im Vertrag entscheidet darüber, was die Versicherung am Ende wirklich wert ist.“ (https://www.verbraucherzentrale.de/Berufsunfaehigkeit-verkannte-Gefahr, Stand 25.08.2016)

Die Versicherungsbedingungen entscheiden, ob und wann Ihr Versicherer leisten muss. Da jeder Versicherer seine Tarife frei gestalten kann, unterscheiden sich diese in zahlreichen Merkmalen. Einige davon sollen Ihnen stellvertretend einen Einblick geben, worauf Sie auf jeden Fall achten sollten.

Leistung bei Arbeitsunfähigkeit

Arztanordnungsklausel

Verkehrsdelikte

Umorganisationsklausel


Auch die Vertragsgestaltung ist wichtig

Ideal ist eine Laufzeit des Versicherungsschutzes bis Alter 67 beziehungsweise bis zum Eintritt in den Ruhestand. Bei einer Berufsunfähigkeit, die nach Ende der Vertrags-Laufzeit, aber vor dem geplanten Rentenbeginn eintritt, müsste sonst das bis dahin angesammelte Vermögen für die Übergangszeit herhalten – sofern ein solches vorhanden ist. Eine mehrjährige Phase ohne Einkommen bedeutet schnell fehlende Beträge in sechsstelliger Höhe.

Ein noch größeres Problem tut sich auf, wenn die Berufsunfähigkeit bereits in jungen Eintritt eintritt. Vermutlich haben Sie dann nämlich keine Gelegenheit Kapital anzusparen, mit dem Sie Phasen ohne Einnahmen überbrücken können, geschweige denn Ihren Ruhestand finanzieren können. Einerseits steigt die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden mit dem Alter an. Andererseits sind die Auswirkungen einer Berufsunfähigkeit in jungen Jahren viel größer.

Neben der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung wird auch eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung angeboten. Sie ist immer eine Ergänzung zu einem Hauptvertrag, der Risikolebens-, Kapitallebens- oder Leibrentenversicherung sein kann. Die Leistung besteht hier aus einer Beitragsbefreiung und, sofern gewünscht, aus einer Rentenleistung im Fall einer Berufsunfähigkeit.

Die Beitragsbefreiung ist eine grundsätzlich sinnvolle Leistung. Mit ihr ist sichergestellt, dass das mit dem Hauptvertrag verbundene Absicherungs- und Sparziel auch nach eingetretener Berufsunfähigkeit erreicht wird. Wie sinnvoll der Einschluss einer Berufsunfähigkeitsrente über die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung ist, hängt von Ihrer eigenen Situation, dem konkreten Tarif und Ihren Präferenzen ab.

Neben der Laufzeit und der Entscheidung zwischen einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung und einem Kombinationsprodukt sind bezogen auf die Vertragsgestaltung noch weitere Punkte zu bedenken. Dazu gehören unter anderem das Thema Inflationsausgleich und  die Rentenhöhe.

Was kostet eine hochwertige Berufsunfähigkeitsversicherung?

Im Gegensatz zu anderen Versicherungen kostet eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung monatlich schon einige Euro an Beitrag. Trotzdem sollte die Absicherung so früh wie möglich unter Dach und Fach gebracht werden, denn Sie profitieren neben dem Versicherungsschutz auch langfristig von einem günstigeren Beitrag und vermeiden so Leistungsausschlüsse, Beitragszuschläge oder Ablehnungen wegen künftiger Diagnosen oder Freizeitaktivitäten.

Wie viel Ihre Absicherung konkret kostet, hängt von mehreren Faktoren wie der gewünschten Rentenhöhe oder der Laufzeit ab. In hohem Maße ist zum Beispiel auch Ihr Gesundheitszustand relevant, den jeder Versicherer anders bewerten kann. Aus diesem Grund kann auch der Beitrag stark variieren und Genaues lässt sich erst nach einer Risiko-Voranfrage sagen. 

Tarifvergleiche bieten eine erste Größenordnung zu dem finanziellen Aufwand. Aber denken Sie bitte daran: Krankengeschichte, Freizeitaktivitäten und Vertragsgestaltung können großen Einfluss auf den tatsächlichen Beitrag haben und die Versicherungsbedingungen, die dem jeweiligen Tarif zugrunde liegen entscheiden darüber, wann der Versicherer auch leisten muss!

Sollte die reguläre Versicherungsprämie aber gerade in jungen Jahren nicht zu finanzieren sein, weil auch die finanziellen Mittel noch beschränkt sind, können Sie bei vielen Versicherern Tarifmodelle nutzen, die einen günstigeren Einstieg ermöglichen. Mitunter lässt sich der Beitrag so in den ersten Jahren um 20 oder sogar 50 Prozent senken ohne auf Versicherungsschutz verzichten zu müssen. Wie genau das funktioniert, ist bei jedem Versicherer anders geregelt.

Mal können selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherungen vermindert werden, mal Kombinationsprodukte mit einer Rentenversicherung. Mal wird der Anfangsbeitrag für ein paar Jahre vermindert, um danach auf ein etwas höheres Niveau zu springen, als wenn Sie direkt mit dem regulären Beitrag gestartet wären. Mal steigen Sie mit einem Tarif ein, bei dem der Beitrag nicht über die Vertragslaufzeit konstant kalkuliert ist, sondern jedes Jahr ansteigt. Der Beitrag ist dann in jungen Jahren sehr niedrig, später dafür umso höher, wobei Sie mitunter den Tarif noch wechseln können ohne erneute Angaben leisten zu müssen.

Markus Fischer hat 4,80 von 5 Sternen | 116 Bewertungen auf ProvenExpert.com